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Matura-Stress: Wenn die Belastung zu viel wird – und was dann hilft

Matura überfordert, Prüfungsphase kaum durchhalten? Dieser Artikel zeigt, wo normale Belastung endet – und was dann wirklich hilft.

Mag. Beatrix Höfinger
11 min read
Matura-Stress: Wenn die Belastung zu viel wird – und was dann hilft

Die Matura-Prüfungsphase dauert in Österreich nur wenige Wochen – schriftliche Klausuren im Mai, mündliche Prüfungen im Juni, dazwischen kaum Luft. Viele Maturantinnen und Maturanten erleben in dieser Zeit eine Belastung, die sich von allem unterscheidet, was sie vorher kannten. Das ist nicht ungewöhnlich. Was aber weniger besprochen wird: Manche kommen an einen Punkt, an dem Durchhalten allein nicht mehr reicht. Nicht weil sie zu schwach wären. Sondern weil das System an seine Kapazitätsgrenze gestoßen ist. Dieser Artikel stellt eine einzige, zentrale Frage: Was, wenn Durchhalten nicht mehr reicht – und was hilft dann wirklich? Er unterscheidet zwischen normaler Prüfungsbelastung und echter Überlastung, benennt die häufigsten Rationalisierungen und beschreibt drei konkrete Interventionen, die kurzfristig wirken können. Österreichische Anlaufstellen finden Sie am Ende – konkret, kostenlos, erreichbar.

Normale Belastung oder echte Überlastung – was ist der Unterschied?

Stress vor der Matura ist normal. Schlafprobleme in der Lernphase, Stimmungsschwankungen, das Gefühl, nie genug zu tun – das sind erwartbare Reaktionen auf eine außergewöhnliche Belastungssituation. Das bedeutet nicht, dass sie angenehm sind. Aber es bedeutet, dass sie einen Verlauf haben.

Was normale Belastung kennzeichnet: Sie verändert sich. Sie reagiert auf Entlastung. Wer nach der letzten Prüfung aufatmet, wer im Sommer wieder schläft, wer merkt, dass der Druck nachlässt – der hat eine normale Belastungsreaktion erlebt.

Was echte Überlastung kennzeichnet: Sie bleibt. Oder sie verstärkt sich, auch wenn der äußere Druck nachlässt. Wer nach dem Abschluss nicht aufatmet, wer im Sommer denselben Zustand beschreibt wie im Jänner, hat ein anderes Problem als Prüfungsstress.

Normale BelastungsreaktionWarnsignal
Schlechter Schlaf in der Lernphase, der sich danach normalisiertSchlafprobleme, die über Monate bestehen bleiben
Gereiztheit und Stimmungsschwankungen vor PrüfungenAnhaltende emotionale Taubheit oder Gleichgültigkeit
Konzentrationsprobleme unter DruckKonzentrationsprobleme auch in ruhigen Phasen
Rückzug in der PrüfungsphaseSozialer Rückzug, der sich ausweitet und vertieft
Erschöpfung nach intensiven LerntagenErschöpfung, die durch Schlaf und Pausen nicht besser wird
Das Gefühl, viel auf einmal zu bewältigenDas Gefühl, nicht mehr zu wissen, warum man morgens aufsteht

Die Tabelle ist keine Checkliste für eine Selbstdiagnose. Sie ist eine Orientierung. Was zählt, ist nicht die Anzahl der Punkte – sondern der Verlauf.

Die Bilder, die echte Überlastung beschreibt

In Erstgesprächen begegnen mir immer wieder dieselben Bilder. Menschen, die sich nicht kennen, die verschiedene Schulen besucht haben und verschiedene Lebenssituationen haben, beschreiben denselben Moment – nicht mit denselben Worten, aber mit derselben Textur.

Das Wasser-Bild. „Wie unter Wasser. Alles war da, aber gedämpft. Ich habe gesehen, was um mich herum passiert – aber ich habe es nicht gespürt." Was dieses Bild beschreibt: eine Dämpfung der emotionalen Responsivität. Sie schützt – und isoliert gleichzeitig.

Das Glas-Bild. „Wie hinter einer Glasscheibe. Die anderen waren real. Ich war es nicht." Hier ist nicht die Welt gedämpft – sondern die eigene Zugehörigkeit zur Welt. Eine Entfremdung vom Sozialen, die sich meistens schleichend eingestellt hat.

Das Autopilot-Bild. „Ich habe einfach funktioniert. Wie ein Programm, das abläuft." Was das beschreibt: die Abwesenheit von Wahl im eigenen Handeln. Man tut, was man tun würde – aber ohne das Gefühl, dass man es entschieden hat.

Das leere Glas. „Wie ein Glas, das umgekippt ist. Es war noch die Form da – aber nichts drin." Dieses Bild beschreibt, was über Erschöpfung hinausgeht: eine Entleerung, bei der die äußere Hülle intakt bleibt, während innen etwas fehlt.

Diese Bilder kommen selten sofort. Sie kommen, wenn genug Vertrauen entstanden ist, dass jemand aufhört, seinen Zustand zu erklären – und anfängt, ihn zu beschreiben. Erklärungen verwalten das Erleben. Beschreibungen kommen aus ihm.

Was mich an den Schilderungen des Kipppunkts immer wieder auffällt: Er wird meistens nicht als Zusammenbruch beschrieben. Er wird als Stille beschrieben. In der Straßenbahn. Am Schreibtisch. Mitten im Gespräch. Ein Moment, in dem der Autopilot stockt – und die Person kurz hinter dem Mechanismus sichtbar wird. Dieser Moment ist meistens nicht der schlimmste. Er ist meistens der klarste.

Warum „das ist halt die Prüfungsphase" so gefährlich ist

Rationalisierungen sind keine Lügen. Sie sind meistens echte Überzeugungen mit einem wahren Kern – und deshalb so schwer zu hinterfragen.

Typische Rationalisierungen der Betroffenen:

„Das ist halt die Prüfungsphase." Was daran wahr ist: Die Prüfungsphase ist tatsächlich belastend. Was sie verdeckt: den Zustand außerhalb der Prüfungsphase. Klinisch problematisch wird dieser Satz, wenn er auch nach der Prüfungsphase noch gilt – weil eine neue begonnen hat, oder weil der Zustand gar nicht an die Prüfungsphase gebunden war.

„Ich bin halt so." Was daran wahr ist: Menschen haben unterschiedliche Temperamente. Was sie verdeckt: den Unterschied zwischen Persönlichkeitseigenschaften und Symptomen. Introversion ist eine Eigenschaft. Sozialer Rückzug, der zunimmt, ist ein Symptom. Die entscheidende Frage: Waren Sie immer so – oder hat sich das verändert?

„Andere haben es schwerer." Was daran wahr ist: Es gibt immer Menschen unter schwereren Bedingungen. Was sie verdeckt: Belastung ist kein Wettbewerb. Das Leiden einer Person wird nicht kleiner, weil woanders mehr gelitten wird. Diese Rationalisierung erzeugt nicht nur den Glauben, dass es nicht schlimm genug ist – sie erzeugt das Gefühl, dass Hilfesuche unangemessen wäre.

Typische Rationalisierungen der Eltern:

„Das ist doch normal in dem Alter." Was daran wahr ist: Junge Erwachsene durchlaufen turbulente Phasen. Was sie verdeckt: den Verlauf. Was normal ist, verändert sich und löst sich auf. Was bleibt und sich vertieft, ist etwas anderes.

„Er braucht einfach seinen Raum." Was daran wahr ist: Autonomie ist wichtig. Was sie verdeckt: den Unterschied zwischen Raum-Brauchen und Rückzug. Wer Raum braucht, geht eigene Wege. Wer in den Rückzug gegangen ist, zieht sich von allem zurück – von Freunden, von Aktivitäten, von dem, was vorher da war.

„Wir haben nicht davon geredet – also ist es wohl nicht so schlimm." Das ist die Rationalisierung, die am meisten beschäftigt. Sie interpretiert eine Abwesenheit als Beweis. Schweigen ist kein Zeichen von Wohlbefinden. Die Themen, über die nicht gesprochen wird, sind meistens die schwersten. Scham, Loyalität und die Angst, die Eltern zu belasten, lassen effektiver schweigen als jeder Vorsatz.

Rationalisierungen haben drei klinisch problematische Effekte: Sie verzögern den Beginn von Unterstützung. Sie verhindern das ehrliche Gespräch. Und sie übertragen Scham – weil sie implizieren, dass Nichtaushalten Schwäche ist.

Wenn Sie beim Lesen dieser Rationalisierungen merken, dass Sie eine davon wiedererkennen – bei sich oder in Ihrem Umfeld –, ist das kein Grund zur Sorge, aber ein Anlass zum Innehalten. Dieser Artikel kann helfen, eigene Erlebnisse einzuordnen. Er ersetzt kein persönliches Gespräch. Wer merkt, dass das, was er hier liest, nicht nur beschreibt, sondern trifft – dem legen wir nahe, mit jemandem zu sprechen.

Was sofort helfen kann – drei Interventionen aus der Beratungspraxis

Wenn jemand mitten in der Prüfungsphase zu mir kommt, habe ich keine Zeit für tiefe Prozesse. Was ich habe: eine Stunde. Was ich in dieser Stunde tue: das Mögliche. Konkret, begrenzt, wirksam – wenn auch nicht heilend.

Intervention 1: Benennung

Das Erste ist nichts Technisches. Es ist das Benennen dessen, was die Person erlebt – ohne Bewertung, ohne Relativierung, ohne sofortige Problemlösung.

Menschen, die mitten in der Prüfungsphase zu mir kommen, haben meistens Wochen damit verbracht, ihren Zustand kleinzureden. Was das erzeugt: eine Verdoppelung der Last. Die eigentliche Belastung plus die Energie, die aufgewendet wird, um sie nicht anzuerkennen.

Benennung nimmt diese Verdoppelung weg. Wenn jemand hört, dass das, was er erlebt, real und verständlich ist – nicht pathologisch, nicht peinlich, sondern nachvollziehbar – dann fällt meistens etwas ab. Nicht die Belastung selbst. Aber die Energie, die ins Nicht-Anerkennen geflossen ist.

Dabei verweile ich bei der Benennung. Ich löse sie nicht sofort auf mit Ratschlägen. „Lass das einen Moment stehen." Das ist manchmal der wirksamste Satz in einem Erstgespräch.

Intervention 2: Strukturierung des Möglichen

Ich helfe der Person, den verbleibenden Zeitraum in handhabbare Einheiten zu zerlegen. Nicht als Zeitmanagement-Coaching – als Stressreduktion durch Kontrollgewinn.

Die konkrete Frage: „Was muss in den nächsten drei Tagen passieren – nicht in den nächsten drei Wochen, nur drei Tage?"

Was dabei meistens entsteht: eine überraschend kurze Liste. Was als endloser Berg erlebt wurde, hat meistens nur wenige konkrete Anforderungen, wenn der Zeitraum stark eingeschränkt wird.

Dann: „Was davon ist heute realistisch?" Und: „Was würden Sie weglassen, wenn Sie nur die Hälfte schaffen könnten?"

Stress in der Prüfungsphase ist selten proportional zur tatsächlichen Aufgabenmenge. Er ist meistens proportional zur Undifferenziertheit der Aufgabenmenge. Alles gleichzeitig fühlt sich unerträglich an. Ein klar definierter nächster Schritt meistens nicht.

Intervention 3: Die Unterbrechungs-Vereinbarung

Ich frage: „Was tun Sie, wenn Sie merken, dass Sie seit einer Stunde lernen und nichts mehr ankommt?"

Was ich meistens höre: Die Person sitzt weiter. Liest weiter. Versucht es nochmal. Was ich dann frage: „Hat das geholfen?" Die Antwort ist meistens nein.

Was ich dann tue: Ich vereinbare eine konkrete Unterbrechungsregel. Nicht eine allgemeine Empfehlung – eine Vereinbarung, die spezifisch ist.

„Wenn Sie merken, dass Sie denselben Absatz zum dritten Mal lesen und nichts aufnehmen – dann stehen Sie auf. Nicht irgendwann. Sofort. Sie gehen zehn Minuten nach draußen. Nicht mit dem Telefon. Danach entscheiden Sie, ob Sie weitermachen."

Lernende in der Prüfungsphase haben meistens aufgehört, auf ihre eigenen Signale zu hören. Das Stumpf-Werden beim Lesen wird als Versagen interpretiert und mit mehr Sitzen bestraft. Was das erzeugt: sinkende Effektivität bei gleichzeitig steigender Erschöpfung.

Die Unterbrechungs-Vereinbarung muss konkret sein. „Ich mache manchmal Pausen" ist kein Vorsatz, der unter Druck hält. „Beim dritten Mal denselben Absatz gehe ich zehn Minuten nach draußen" ist konkret – sie hat einen auslösenden Moment und eine definierte Handlung.

Am Ende eines solchen Gesprächs stelle ich immer eine einzige Frage: „Was nehmen Sie aus diesem Gespräch mit – in einem Satz?" Was diese Frage tut: Sie gibt der Person die Möglichkeit, das Gespräch zu besitzen. Nicht meine Zusammenfassung – ihre eigene. Das Ziel ist nicht weit und nicht für immer. Manchmal reicht es durch die nächsten drei Tage.

Wenn Sie mehr darüber lesen möchten, was in der Matura-Endphase konkret hilft, finden Sie im Ratgeber Matura-Endspurt: Wie Sie die letzten Wochen durchhalten weitere Orientierung. Und wenn Prüfungsangst das zentrale Thema ist, lohnt sich ein Blick auf Prüfungsangst vor der Matura: Was wirklich hilft.

Anlaufstellen in Österreich – konkret, kostenlos, erreichbar

Professionelle Unterstützung zu suchen ist keine Aussage darüber, wie schwer es ist. Es ist eine Aussage darüber, dass man sich selbst ernst nimmt.

Anlaufstellen bei Matura-Stress und Überlastung

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Für den schulpsychologischen Dienst Wien finden Sie aktuelle Kontaktinformationen und Zuständigkeiten direkt über Ihre Schule oder die zuständige Bildungsdirektion. Informationen zu Prüfungsordnungen und schulrechtlichen Wiederholungsmöglichkeiten stellt das Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) bereit – dort sind alle geltenden Schulgesetze und Prüfungsordnungen frei zugänglich. Die Telefonseelsorge Österreich bietet auf ihrer Website zusätzlich Informationen zu regionalen Beratungsangeboten.

Was, wenn die Matura trotzdem schiefläuft?

Eine nicht bestandene Matura ist kein endgültiger Befund. Nach österreichischem Schulrecht gibt es Wiederholungsmöglichkeiten für nicht bestandene Fächer – in der Regel im Herbst desselben Jahres. Wer einen anderen Weg zur Studienberechtigung sucht, kann die Berufsreifeprüfung ablegen: Sie ist in vier Teilprüfungen aufgeteilt und kann berufsbegleitend absolviert werden.

Ein Gap Year ist ebenfalls eine reale Option – keine Niederlage, sondern manchmal die klügere Entscheidung. Das AMS berät dazu kostenlos und kann helfen, die Zeit sinnvoll zu strukturieren.

Was dabei klinisch relevant ist: Eine schlechte Matura trifft das Selbst nur dann vollständig, wenn das Selbst ausschließlich aus Leistung besteht. Das ist eine Überzeugung, die sich verändern lässt – aber nicht von allein und nicht über Nacht. Wer merkt, dass eine schlechte Note nicht nur enttäuscht, sondern erschüttert, wer merkt, dass der eigene Wert vollständig an der Leistung hängt – der hat eine wichtige Beobachtung gemacht. Eine, die über die Matura hinausgeht.

Wenn Sie nach der Matura vor der Frage stehen, wie es weitergehen soll, kann ein Kompass-Check helfen, die nächsten Schritte klarer zu sehen – ohne Druck, ohne voreilige Entscheidungen.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob mein Matura-Stress noch normal ist oder ob ich professionelle Hilfe brauche?

Normale Belastung in der Matura-Prüfungsphase hat einen Verlauf: Sie verändert sich, nimmt nach den Prüfungen ab und löst sich auf. Echte Überlastung bleibt auch dann bestehen, wenn der äußere Druck nachlässt – oder verstärkt sich sogar. Ein konkretes Zeichen: Wer nach dem letzten Prüfungstag nicht aufatmet, wer im Sommer denselben Zustand beschreibt wie im Jänner, erlebt möglicherweise mehr als Prüfungsstress. In diesem Fall ist ein Gespräch mit einer Fachperson sinnvoll – beim schulpsychologischen Dienst, bei einer Beratungsstelle oder beim Hausarzt.

Was kann ich tun, wenn ich mitten in der Matura-Phase merke, dass ich nicht mehr kann?

Drei Dinge können kurzfristig helfen: Erstens, den Zustand benennen – aussprechen, was gerade los ist, ohne es sofort lösen zu müssen. Zweitens, den Blick einengen: nicht drei Wochen, nur drei Tage denken. Was muss in den nächsten drei Tagen konkret passieren? Drittens, eine Unterbrechungsregel vereinbaren: Wenn Sie denselben Absatz zum dritten Mal lesen und nichts aufnehmen, stehen Sie auf und gehen zehn Minuten nach draußen – nicht irgendwann, sondern sofort. Das sind keine Lerntipps, sondern Handhabbarkeit.

Welche kostenlosen Anlaufstellen gibt es in Österreich bei Matura-Stress?

Die Telefonseelsorge (Rufnummer 142) ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar. Der schulpsychologische Dienst der Bildungsdirektion ist für schulbezogene Krisen zuständig und kostenlos. Das Krisentelefon der Wiener Gesundheitsversorgung ist unter 01 31330 erreichbar. Für längere Begleitung ist Klinische Psychologie auf Krankenschein möglich – eine Überweisung durch den Hausarzt ist in der Regel ausreichend. Die ÖH-Beratungsstellen sind für Studierende niedrigschwellig und oft kostenlos zugänglich.

Was ist, wenn ich die Matura nicht bestehe oder schlechter abschneide als erwartet?

Eine nicht bestandene Matura ist kein endgültiger Befund. Nach österreichischem Schulrecht gibt es Wiederholungsmöglichkeiten für einzelne Fächer. Wer einen anderen Weg zur Studienberechtigung sucht, kann die Berufsreifeprüfung ablegen. Ein Gap Year ist ebenfalls eine reale Option – das AMS berät dazu kostenlos. Was dabei wichtig ist: Eine schlechte Matura trifft das Selbst nur dann vollständig, wenn das Selbst ausschließlich aus Leistung besteht. Das ist eine Überzeugung, die sich verändern lässt.

Meine Eltern sagen, das ist doch normal in dem Alter. Was, wenn ich das anders erlebe?

Das Erleben der betroffenen Person zählt – nicht der Vergleich mit einem Altersdurchschnitt. 'Normal in dem Alter' ist eine häufige Rationalisierung, die einen wahren Kern hat: Junge Erwachsene erleben turbulente Phasen. Was sie verdeckt: Normales hat einen Verlauf und verändert sich. Was bleibt, sich vertieft oder verstärkt, verdient Aufmerksamkeit. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Erleben mehr ist als Prüfungsstress, ist das eine valide Wahrnehmung – und ein Gespräch mit einer Fachperson ist ein sinnvoller nächster Schritt.

Über die Autorin

Ihre Expertin für psychologische Studienberatung

Mag. Beatrix Höfinger, MA

Mag. Beatrix Höfinger, MA

Klinische und Gesundheitspsychologin

Mit über 30 Jahren Erfahrung in der psychologischen Studien- und Berufsberatung hat Mag. Höfinger hunderte Studierende erfolgreich bei ihrer Studienwahl begleitet und den Kompass-Check als evidenzbasiertes Beratungsverfahren entwickelt.

30+ Jahre Erfahrung100+ beratene Studierende90%+ Erfolgsquote

Qualifikationen

Magistra der Psychologie, Universität Wien
Master of Arts in Bildungsberatung
Klinische und Gesundheitspsychologin (BÖP)
Zertifizierte Berufs- und Studienberaterin
30+ Jahre Beratungserfahrung

Kontakt

Praxis: Halbgasse 1A, 1070 Wien
Telefon: 0664-8111696